#1295
LustDick
20 Juni 2023, 16:36
Zitat von: Mœtorradhaider
Was ich an diesen mittelständischen, Familienunternehmen so liebe: die Sippe vom Chef fährt keine Karre unter 150000 €, die Restaurant-Rechnungen um die 1000 € aufwärts liegen teils offen rum, entweder kommt man oder fährt in den Südsee- oder Skiurlaub während man der "Familie", also den Lohnsklaven, nur Mindestlohn zahlt.
Wisst ihr, wie oft ich im Urlaub oder am WE angerufen werde, um "einzuspringen"? Noch nie. Wie oft musste ich meinen Urlaub anhand meiner Kollegen oder der Auftragslage planen? Noch nie.
Niemals in einer Firma unter 1000 Mitarbeiter anfangen. Niemals.
Storytime:
Habe über die Bekanntschaft mit einem Familienmitglied eines Mehrheitseigentümers eines Mittelständlers (sagen wir mal > 1000MA) einen vielversprechenden Job bekommen.
Der älteste ist am Ruder und führt über klassische amerikanische "CoRpOrate PrinCipLes" den Laden wie Steve Jobs. Unter revolutionär war nie drin; strategische Ziele haben sich monatlich komplett geändert.
Stellenbeschreibung? "Ja klar, aber wir sind doch eine Familie, kannst du nicht mal ne Weile im Bereich xy folgendes Projekt supporten?"
Gleichzeitig keine Benefits neben Gehalt und gesetzlichem Mindesturlaub. Aussage dazu: "Mehr Urlaub? Ihr werdet, wenns in Deutschland so weiter geht, noch froh sein bei uns arbeitne zu dürfen!" (sic!)
Rennsport und schöne Autos sind das Hobby der Familie; wie jeder Mitarbeiter sehen kann, da die "Firmengarage" zur Sportwagengarage umgenutzt wurde und die Kollegen dafür auf der Straße parken dürfen.
Alles schwierig unter einen Hut zu bekommen, wenn buchstäblich für jeden Tag der Woche ein Ferrari im Keller steht, dir aber gesagt wird, dass 250€ Schulung leider nicht drin sind.
Ums kurz zu machen: Nie wieder Familienunternehmen.