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Der cinematische Filmfaden

  • #4941 rauchmeddler 10 Juli 2025, 14:26

    Zitat von: bauzi

    Generell ist der Film super hochwertig, was Sets und den Technology-Porn angeht. Auch wenn sie z.B. diese Hightech-Windkanäle oder die Rahmenbedingungen der Boxengasse zeigen, oder die Wagen-Spezifikationen mit dem ganzen Fachjargon - Formel 1 wirkt da sehr klinisch und superdetailliert. Ist aber alles drin und spricht dann schon ziemlich direkt die gleich von mir genannte Zielgruppe an.

    Genau das wird ßo 1:1 auch bei F1 auf Netflix gezeigt weil is halt wigglich ßo

    Wenn du Zeit und Indresse hast, kannst dir ja mal anschauen. Lohnt sich definitiv

  • #4942 Karl Klammer 10 Juli 2025, 21:45

  • #4943 Lyoner 11 Juli 2025, 10:09

    Zitat von: bauzi

    Zu F1:

    Ich schaue Formel 1 nicht und bekomme wenig mit. Nur die Rennfahrer vom Hörensagen und von Bildern. Früher haben mein Opa und meine Eltern das immer auf RTL geschaut. Ist ja jetzt kaum noch im Free-TV.

    Demungeachtet ist das ein solider Sommer-Flick. Unglaublich hochwertig produziert, mit teilweise vor Ort aufgenommenen Szenen bei den Grand Prixs - mit den echten Rennfahrern im Film. Das muss ein logistischer Megaaufwand gewesen sein, das dann so nahtlos in den Film einzubinden. Generell ist der Film super hochwertig, was Sets und den Technology-Porn angeht. Auch wenn sie z.B. diese Hightech-Windkanäle oder die Rahmenbedingungen der Boxengasse zeigen, oder die Wagen-Spezifikationen mit dem ganzen Fachjargon - Formel 1 wirkt da sehr klinisch und superdetailliert. Ist aber alles drin und spricht dann schon ziemlich direkt die gleich von mir genannte Zielgruppe an.


    Brad Pitt spielt einen abgehalfterten, alten F1-Rennfahrer mit Traumata durch einen Crash, der ihn schwer verletzt hatte - körperlich, aber auch seelisch. Das hat seine Karriere beendet, und deswegen fährt er bei vielen verschiedenen Rennsportarten mit - durchaus erfolgreich. Von außen ist er ein draufgängerischer Macho, aber kein Huso und ein richtig guter Freund, als sein ehemaliger Teamkollege Ruben (gespielt von Javier Bardem) ihn um Hilfe bittet, seinen Rennstall mit einem Sieg in der Saison zu retten.

    Die Freundschaft zwischen den beiden im Film ist wirklich angenehm. Grundsolide, mit neckischen Späßen, aber generell einem tiefen Respekt voreinander. Keine neuinterpretierte Männerfreundschaft, wie Frauen sich das vorstellen, wo man Schwächen auf hurensohnhaftigste Art zeigen muss, um toxische Männlichkeit zu reduzieren.
    Sein junger, übereifriger schwarzer Teamkollege - mit dem Swagger eines afroamerikanischen Teenagers in der Bronx - sieht ihn erst als Konkurrenz und gerät mit ihm aneinander, zeigt aber auch Tiefe im Verlauf des Films, weil sich seine eigenen Komplexe bezüglich seiner Karriere zeigen, und weil er auch beeindruckt ist von Brad Pitt und seiner Arbeitseinstellung. Sie werden wirklich zu Teampartnern. Das haben sie auch gut hingekriegt. Kein hurensohnhaftiges Degradieren des Protagonisten als abgehalfterte Nebenfigur, sondern Charakterreife und Entwicklung, die angemessen ist.



    Die Rennszenen sind generell sehr spannend und mit vielen Rückschlägen verbunden. Kein sofortiges Dominieren, sondern man ist immer der Underdog gegen die überwältigende Konkurrenz. Ziel ist auch nicht der Gewinn der Saison, sondern das Überleben des Rennstalls.

    Wenig Frauenrollen, aber die, die vorkommen, sind keine unausstehlichen Arschlöcher, die das Patriarchat bekämpfen, sondern Frauen, die sich selbst beweisen wollen.


    Und zur Zielgruppe: Einfach verfickt nochmal Männer, die sich nach dem Film gut fühlen möchten. Kein Film, der versucht, es allen irgendwie recht zu machen - und es damit keinem recht macht. Technology-Porn und stoische Männerideale, die ihre Probleme haben, aber auch auf ihre Weise damit umgehen - ohne dass das als falsch dargestellt wird. Und halt keine "dekonstruierten" Legacy-Charaktere, die Platz machen für junge, dynamische, queere, schwarze Counterparts.
    Hatte beim Film weibliche Begleitung dabei und am Ende hat @noochgre s Mama sogar vor Freude gegrölt.. vielleicht lags aber auch an lecker Bierchen.. wie dem auch sei - auch der Saal war gut mit Damen gefüllt und eigentlich waren auch die alle durchwegs angetan.

    Die Zusammenfassung kann ich unterschreiben - Deine Zielgruppe aber nicht - selbst Leute die keine Ahnung haben werden da zum mitfiebern mitgerissen.

    Sonst tolle Rezis

  • #4944 bauzi 11 Juli 2025, 11:22

    Zitat von: Lyoner

    Hatte beim Film weibliche Begleitung dabei und am Ende hat @noochgre s Mama sogar vor Freude gegrölt.. vielleicht lags aber auch an lecker Bierchen.. wie dem auch sei - auch der Saal war gut mit Damen gefüllt und eigentlich waren auch die alle durchwegs angetan.

    Die Zusammenfassung kann ich unterschreiben - Deine Zielgruppe aber nicht - selbst Leute die keine Ahnung haben werden da zum mitfiebern mitgerissen.

    Sonst tolle Rezis

    Klar können sich auch Frauen an dem Film erfreuen. Aber die Hauptzielgruppe sind ganz klar Männer - und das ist auch völlig in Ordnung. Das ist kein Zwitter-Film, der krampfhaft versucht, jedem Geschlecht und jedem Milieu irgendwas anzubieten, nur um am Ende niemanden mehr wirklich anzusprechen. Stattdessen fokussiert er sich auf eine bestimmte Zielgruppe - was aber natürlich nicht heißt, dass Frauen den Film nicht genauso genießen können.

    Was ich sagen wollte: Moderne Filme versuchen sich oft so vielen Submilieus und identitären Befindlichkeiten anzubiedern, dass am Ende keiner mehr so richtig abgeholt wird. Anstatt kompromisslos eine klare Richtung oder Vision zu verfolgen, wird versucht, es allen recht zu machen: Da ein queerer Charakter für die Repräsentation, dort ein patriarchales Feindbild zum Abarbeiten, dazu noch eine Prise weinerliche männliche Comedy-Relief-Nebenfigur, damit sich die neuen emanzipierten Rollenvorbilder stark, klug und moralisch überlegen fühlen können. Obendrauf degradierte und/oder verbitterte Legacy-Charaktere, nur damit die "strong and independent Women!" besser und vitaler daneben erscheinen - und natürlich noch schnell ein künstlich reingequetschter Social-Justice-Plot für die aktivistische Zuseherschaft. Ich könnte dir zu jedem dieser Punkte mehrere Filmbeispiele aufzählen.

    Und genau daran kranken viele Produktionen. Das heißt nicht, dass Frauen von solchen Filmen ausgeschlossen werden oder keinen Zugang dazu haben dürfen. Auch viele (fast alle?) Frauen können was mit klassischen Film-Tropes und einer traditionellen Männlichkeitsentwicklung anfangen.

  • #4945 Karl Klammer 11 Juli 2025, 11:31

    Zitat von: bauzi

    Ich könnte dir zu jedem dieser Punkte mehrere Filmbeispiele aufzählen
    Bidde machs

  • #4946 Lyoner 11 Juli 2025, 11:35

    Zitat von: bauzi

    Klar können sich auch Frauen an dem Film erfreuen. Aber die Hauptzielgruppe sind ganz klar Männer - und das ist auch völlig in Ordnung. Das ist kein Zwitter-Film, der krampfhaft versucht, jedem Geschlecht und jedem Milieu irgendwas anzubieten, nur um am Ende niemanden mehr wirklich anzusprechen. Stattdessen fokussiert er sich auf eine bestimmte Zielgruppe - was aber natürlich nicht heißt, dass Frauen den Film nicht genauso genießen können.

    Was ich sagen wollte: Moderne Filme versuchen sich oft so vielen Submilieus und identitären Befindlichkeiten anzubiedern, dass am Ende keiner mehr so richtig abgeholt wird. Anstatt kompromisslos eine klare Richtung oder Vision zu verfolgen, wird versucht, es allen recht zu machen: Da ein queerer Charakter für die Repräsentation, dort ein patriarchales Feindbild zum Abarbeiten, dazu noch eine Prise weinerliche männliche Comedy-Relief-Nebenfigur, damit sich die neuen emanzipierten Rollenvorbilder stark, klug und moralisch überlegen fühlen können. Obendrauf degradierte und/oder verbitterte Legacy-Charaktere, nur damit die "strong and independent Women!" besser und vitaler daneben erscheinen - und natürlich noch schnell ein künstlich reingequetschter Social-Justice-Plot für die aktivistische Zuseherschaft. Ich könnte dir zu jedem dieser Punkte mehrere Filmbeispiele aufzählen.

    Und genau daran kranken viele Produktionen. Das heißt nicht, dass Frauen von solchen Filmen ausgeschlossen werden oder keinen Zugang dazu haben dürfen. Auch viele (fast alle?) Frauen können was mit klassischen Film-Tropes und einer traditionellen Männlichkeitsentwicklung anfangen.
    Bist du dieser Yves von youtube?

  • #4947 bauzi 11 Juli 2025, 12:10

    Zitat von: Pastor Steven Qu4nderson

    Bidde machs

    Ghostbusters 2016 (das war die Ursünde)

    Get Out (eigentlich als Horror-Film ganz okay, aber trotzdem viel zu überhyped wegen rAsSiSmUs-Gesellschaftskritik)

    Star Wars: The Last Jedi und The Rise of Skywalker

    Terminator: Dark Fate (den hatte ich im Kino geschaut - Jonge, was für eine Scheiße mit dem T-800, der sich jetzt Carl nennt und ein Gewissen hat und ein GARDINENGESCHÄFT)

    Men - Was dich sucht, wird dich finden (Männer bööööse)

    She-Hulk: Attorney at Law (Serie, aber egal)

    Captain Marvel + Nachfolger

    The Matrix Resurrections (Das hat mir persönlich wehgetan)

    Barbie

    The 355 (typische Netflix-Scheiße mit Agentinnen gegen inkompetente männliche Gegenspieler)

    Enola Holmes (wieder Netflix)

    The Woman King (ahahahaha)

    Indiana Jones und das Rad des Schicksals (Dekonstruierung einer beliebten popkulturellen Figur. Warum war das Box-Office nur scheiße?)

    Die letzten Pixar-Animationsfilme, die keine Fortsetzungen sind (Elemental, Lightyear, Elio - komischerweise auch utopisch schlechtes Box-Office)

    Disneys degenierte Live Action Remakes (Schneewittchen, Ariel usw.)

    Edit: Sinners noch, wobei der Film tatsächlich originell und gut ist aber von Ryan Coogler, der tendenziell Black-Power-Komplexe hat bei seinen Werken



    Und es geht weiter und weiter...
    Der Zeitgeist hat sich ein bisschen gewandelt, doch es wird sicherlich nicht ganz aufhören.

    Dieser Beitrag wurde von bauzi am 11.07.2025 12:22:12 bearbeitet.
  • #4948 Haksch 11 Juli 2025, 12:49

    Zitat von: bauzi

    Klar können sich auch Frauen an dem Film erfreuen. Aber die Hauptzielgruppe sind ganz klar Männer - und das ist auch völlig in Ordnung. Das ist kein Zwitter-Film, der krampfhaft versucht, jedem Geschlecht und jedem Milieu irgendwas anzubieten, nur um am Ende niemanden mehr wirklich anzusprechen. Stattdessen fokussiert er sich auf eine bestimmte Zielgruppe - was aber natürlich nicht heißt, dass Frauen den Film nicht genauso genießen können.

    Was ich sagen wollte: Moderne Filme versuchen sich oft so vielen Submilieus und identitären Befindlichkeiten anzubiedern, dass am Ende keiner mehr so richtig abgeholt wird. Anstatt kompromisslos eine klare Richtung oder Vision zu verfolgen, wird versucht, es allen recht zu machen: Da ein queerer Charakter für die Repräsentation, dort ein patriarchales Feindbild zum Abarbeiten, dazu noch eine Prise weinerliche männliche Comedy-Relief-Nebenfigur, damit sich die neuen emanzipierten Rollenvorbilder stark, klug und moralisch überlegen fühlen können. Obendrauf degradierte und/oder verbitterte Legacy-Charaktere, nur damit die "strong and independent Women!" besser und vitaler daneben erscheinen - und natürlich noch schnell ein künstlich reingequetschter Social-Justice-Plot für die aktivistische Zuseherschaft. Ich könnte dir zu jedem dieser Punkte mehrere Filmbeispiele aufzählen.

    Und genau daran kranken viele Produktionen. Das heißt nicht, dass Frauen von solchen Filmen ausgeschlossen werden oder keinen Zugang dazu haben dürfen. Auch viele (fast alle?) Frauen können was mit klassischen Film-Tropes und einer traditionellen Männlichkeitsentwicklung anfangen.

    Ja genau wegen dieser ganzen Scheiße gehen die Frauen eben in 'normale' Filme wie diesen Formel 1 Film, weil auch die die Schnauze davon voll haben. Und deine 'best-of' Liste habe ich gerade durchgeschaut und da kann ich nur 100% zustimmen, auch wenn ich da nur ein paar gesehen habe.

    Get Out, wie du sagst, als Horrorfilm ganz okay, aber natürlich wurde der dann mehrfach oscapremiert weil es den bösen, bösen Rassimus anspricht, und gewinnt auch noch einen wegen dem ach so originiellen Drehbuch 'Weiße böse, Schwarze gut und Opfer.'

    Ich finde es so anstrengend. Ich habe absolute kein Problem mit starken weiblichen Charakteren. Ripley und Sarah Conner gehören zu meinen Lieblingscharakteren, aber das waren halt auch noch Charaktere. Diese ganzen monderen, starken weiblichen Charaktere sind doch nichts anderes als die Wunscherfüllung von fetten Millenialweibern oder Typen die fette Millenialweiber wegflanken wollen. Ich gehöre ja selbst zu der Generation, und schreibe sogar selbst, aber selbst ich muss sagen, dass Millenials, zumindest die in Hollywood oder ganz Californien halt einfach nicht schreiben können, also so gar nicht. Alles Rotz was derzeit von dort kommt, alles (okay gibt ein paar Ausnahmen).

    Serie die ich dagegen wirklich gut fand war Maid. Weiß nicht ob die wer gesehen hat. Da geht es um eine Tussi die mit ihrer kleinen Tochter vor ihrem Schlägerfreund flüchtet und sich jetzt selbst durchschlagen muss. Klar, geht wieder um eine Frau, aber die ist halt wirklich gebrochen, braucht Hilfe, bekommt sie aber nicht etc. Basiert aber wohl auch auf einem (autobiographischen?) Buch. Also wurde nicht von fetten Millenialweibern geschrieben und man sieht direkt den Unterschied.

    Dieser Beitrag wurde von Haksch am 11.07.2025 12:58:54 bearbeitet.
  • #4949 bauzi 11 Juli 2025, 13:31

    Zitat von: Haksch

    Ja genau wegen dieser ganzen Scheiße gehen die Frauen eben in 'normale' Filme wie diesen Formel 1 Film, weil auch die die Schnauze davon voll haben. Und deine 'best-of' Liste habe ich gerade durchgeschaut und da kann ich nur 100% zustimmen, auch wenn ich da nur ein paar gesehen habe.

    Get Out, wie du sagst, als Horrorfilm ganz okay, aber natürlich wurde der dann mehrfach oscapremiert weil es den bösen, bösen Rassimus anspricht, und gewinnt auch noch einen wegen dem ach so originiellen Drehbuch 'Weiße böse, Schwarze gut und Opfer.'

    Ich finde es so anstrengend. Ich habe absolute kein Problem mit starken weiblichen Charakteren. Ripley und Sarah Conner gehören zu meinen Lieblingscharakteren, aber das waren halt auch noch Charaktere. Diese ganzen monderen, starken weiblichen Charaktere sind doch nichts anderes als die Wunscherfüllung von fetten Millenialweibern oder Typen die fette Millenialweiber wegflanken wollen. Ich gehöre ja selbst zu der Generation, und schreibe sogar selbst, aber selbst ich muss sagen, dass Millenials, zumindest die in Hollywood oder ganz Californien halt einfach nicht schreiben können, also so gar nicht. Alles Rotz was derzeit von dort kommt, alles (okay gibt ein paar Ausnahmen).

    Serie die ich dagegen wirklich gut fand war Maid. Weiß nicht ob die wer gesehen hat. Da geht es um eine Tussi die mit ihrer kleinen Tochter vor ihrem Schlägerfreund flüchtet und sich jetzt selbst durchschlagen muss. Klar, geht wieder um eine Frau, aber die ist halt wirklich gebrochen, braucht Hilfe, bekommt sie aber nicht etc. Basiert aber wohl auch auf einem (autobiographischen?) Buch. Also wurde nicht von fetten Millenialweibern geschrieben und man sieht direkt den Unterschied.


    Ich stimme dir vollkommen zu: Millennials sind die missratensten und schlechtesten Drehbuchautoren, die ich je gesehen habe. Seichte Gut-vs.-Böse-Dichotomien, die immer durch die eigene Moralvorstellung gebiased sind, und ständig werden Film- oder Spielewelten als Spiegel der eigenen kosmopolitischen, diversen Metropol-Lebenswelt dargestellt. Denn auch ein abgelegenes Fantasy-Dorf muss natürlich hyperdivers und vielfältig sein - schließlich soll es ein Abbild von Los Angeles oder ähnlichem sein.

    Dein Beispiel mit Sarah Connor erinnert mich daran, wie in Terminator Dark Fate in der Story-Prämisse ihr Sohn John Connor von einem anderen T-800 getötet wurde - und damit also gar nicht mehr der Anführer des Widerstands gegen die Maschinen wird. Sarah Connor wird zur verbitterten Frau und ist nicht mehr die taffe Mutter der Erlöser- und Widerstandsfigur. Man hat also nicht nur diese weibliche Protagonistin, sondern gleich die ganze Story geretconned.
    Diese modernen starken weiblichen Charaktere sind oft Mary Sues - falls dir der Begriff etwas sagt. Ursprünglich ein Fan-Insert-Charakter für Star Trek, wurde das zu einer Charakterstilisierung: überbegabte, perfekte Figuren, denen alles gelingt. Und wenn doch mal etwas nicht klappt, dann liegt es natürlich nicht an der Figur selbst, sondern an einer ungerechten Umwelt, die ihre Entfaltung hemmt. Schwächen sind höchstens kleine Unannehmlichkeiten wie ein bisschen tollpatschig sein, lel.



    Maid schau ich mal rein. Hört sich interessant an. Was ich auch emfehlen kann als Geheimtipp: Baby Reindeer. Es geht um die autobiografischen Erlebnisse eines Drehbuchautors mit einer psychisch kranken und verwahrlosten Stalkerin. Dabei stellt er sich nicht nur als reines Opfer dar, sondern auch als jemand mit eigenen Schwächen, der das teilweise selbst befeuert hat.

  • #4950 Haksch 11 Juli 2025, 14:18

    Zitat von: bauzi

    Ich stimme dir vollkommen zu: Millennials sind die missratensten und schlechtesten Drehbuchautoren, die ich je gesehen habe. Seichte Gut-vs.-Böse-Dichotomien, die immer durch die eigene Moralvorstellung gebiased sind, und ständig werden Film- oder Spielewelten als Spiegel der eigenen kosmopolitischen, diversen Metropol-Lebenswelt dargestellt. Denn auch ein abgelegenes Fantasy-Dorf muss natürlich hyperdivers und vielfältig sein - schließlich soll es ein Abbild von Los Angeles oder ähnlichem sein.

    Dein Beispiel mit Sarah Connor erinnert mich daran, wie in Terminator Dark Fate in der Story-Prämisse ihr Sohn John Connor von einem anderen T-800 getötet wurde - und damit also gar nicht mehr der Anführer des Widerstands gegen die Maschinen wird. Sarah Connor wird zur verbitterten Frau und ist nicht mehr die taffe Mutter der Erlöser- und Widerstandsfigur. Man hat also nicht nur diese weibliche Protagonistin, sondern gleich die ganze Story geretconned.
    Diese modernen starken weiblichen Charaktere sind oft Mary Sues - falls dir der Begriff etwas sagt. Ursprünglich ein Fan-Insert-Charakter für Star Trek, wurde das zu einer Charakterstilisierung: überbegabte, perfekte Figuren, denen alles gelingt. Und wenn doch mal etwas nicht klappt, dann liegt es natürlich nicht an der Figur selbst, sondern an einer ungerechten Umwelt, die ihre Entfaltung hemmt. Schwächen sind höchstens kleine Unannehmlichkeiten wie ein bisschen tollpatschig sein, lel.



    Maid schau ich mal rein. Hört sich interessant an. Was ich auch emfehlen kann als Geheimtipp: Baby Reindeer. Es geht um die autobiografischen Erlebnisse eines Drehbuchautors mit einer psychisch kranken und verwahrlosten Stalkerin. Dabei stellt er sich nicht nur als reines Opfer dar, sondern auch als jemand mit eigenen Schwächen, der das teilweise selbst befeuert hat.

    Baby Reindeer hab ich gesehen! Wollte eigentlich nur mal reinschauen um was es da geht, und hab direkt die komplette Serie durchgeschaut. Wirklich fantastisch!

    Aber ja, Mary Sue sagt mir was, und ich hasse diese Charaktere eigentlich immer, EGAL welches Geschlecht.

    Habe mir aber aus Spaß auch mal, wie @MilchschnittenConnoisseur auf der letzten Seite ein Szenario überlegt.

    Scenario wäre ein typisches Heist-Movie. Paar Leute wollen jemanden ausrauben, und stellen ein Team zusammen. Ein Mitglied ist die 'beste Hackerin der Welt (ja ich weiß, Frauen und Computer).'

    In einem normalen Film der von fähigen Leuten geschrieben wird:

    Die Typen treffen die Tussi das erste Mal. Sie sitzt in ihrem Keller. Haare sind wild und fettig. Trägt Shorts und ein schmutziges, verschwitztes T-Shirt. Augenringe bis ins nirgendwo und absolute Kellerbräune. Körperlich entweder zu dürr oder leicht dicklisch, auf jeden Fall nicht fit, und nicht unbedingt attraktiv.

    Sie gehen auf eine große Party um dort das Ziel auszuspähn. Die Alte steht verschüchtert in der Ecke, weil sie mit Leute nicht klar kommt. Das Kleid was sie anhat sitzt schlecht, ist zu groß oder zu eng.

    Warum ist sie Hackerin? Autistischer Sozialkrüppel der in der Schule keinen Anschluss fand und sich durch ihren IT-Vater mit Computern beschäftigt hatte, und das toll fand.

    Wenn eine fette Millenialtussie das schreibt:

    Typen treffen die Tussi. Sie sitzt ein einem stylistischen Smarthome, und ist gerade dabei irgendwelchen krassen Scheiß auf meheren Monitoren zu machen. Überall ratteren Codeschippsel über den Bildschirm, eine Karte zeigt 27 Ziele auf der Welt die gerade gleichzeitig gehackt werden, und die Alte erklärt den dummen Männern natürlich ersmtal, dass sie gerade dabei ist über 17 unterschiedliche Proxies das Botnet von Amazon über einen TCP-IP Hack zu übernehmen, damit alle Produkte für die nächsten 24 Stunden gratis sind (natürlich nur für PoC und LGBTQ Leute). Die alte ist natürlich ein ABSOLUTES Model und sie ist Schwarze.

    Sie gehen zur Party und die Alte sieht absolut unglaublich geil aus, so das jeder Typ sich nach ihr umdreht und rausfinden will wer sie ist. Natürlich ist sie auch eine supergewandte Rednerin und verführt / manipuliert die Zielerperson so, dass sie an seinen Securitycode oder was auch immer rankommt. Als dann später alles schiefgeht und die Polizei kommt, ballert die Tussi mit einem Sturmgewehr alle nieder und schaft es einen 150 Kilo Bodybuilder mit Karatmoves niederzuschlagen, weil sie natürlich da einen schwarzen Gürtel hat.

    Ach und Lesbisch ist sie auch noch. Und warum ist sie Hackerin? Weil sie das Patriarchat von innen heraus zerstören möchte und es für sie durch den Kampf gegen 'Rassismus' notwendig war sowas zu lernen.

  • #4951 bauzi 11 Juli 2025, 15:24

    Zitat von: Haksch

    Baby Reindeer hab ich gesehen! Wollte eigentlich nur mal reinschauen um was es da geht, und hab direkt die komplette Serie durchgeschaut. Wirklich fantastisch!

    Aber ja, Mary Sue sagt mir was, und ich hasse diese Charaktere eigentlich immer, EGAL welches Geschlecht.

    Habe mir aber aus Spaß auch mal, wie @MilchschnittenConnoisseur auf der letzten Seite ein Szenario überlegt.

    Scenario wäre ein typisches Heist-Movie. Paar Leute wollen jemanden ausrauben, und stellen ein Team zusammen. Ein Mitglied ist die 'beste Hackerin der Welt (ja ich weiß, Frauen und Computer).'

    In einem normalen Film der von fähigen Leuten geschrieben wird:

    Die Typen treffen die Tussi das erste Mal. Sie sitzt in ihrem Keller. Haare sind wild und fettig. Trägt Shorts und ein schmutziges, verschwitztes T-Shirt. Augenringe bis ins nirgendwo und absolute Kellerbräune. Körperlich entweder zu dürr oder leicht dicklisch, auf jeden Fall nicht fit, und nicht unbedingt attraktiv.

    Sie gehen auf eine große Party um dort das Ziel auszuspähn. Die Alte steht verschüchtert in der Ecke, weil sie mit Leute nicht klar kommt. Das Kleid was sie anhat sitzt schlecht, ist zu groß oder zu eng.

    Warum ist sie Hackerin? Autistischer Sozialkrüppel der in der Schule keinen Anschluss fand und sich durch ihren IT-Vater mit Computern beschäftigt hatte, und das toll fand.

    Wenn eine fette Millenialtussie das schreibt:

    Typen treffen die Tussi. Sie sitzt ein einem stylistischen Smarthome, und ist gerade dabei irgendwelchen krassen Scheiß auf meheren Monitoren zu machen. Überall ratteren Codeschippsel über den Bildschirm, eine Karte zeigt 27 Ziele auf der Welt die gerade gleichzeitig gehackt werden, und die Alte erklärt den dummen Männern natürlich ersmtal, dass sie gerade dabei ist über 17 unterschiedliche Proxies das Botnet von Amazon über einen TCP-IP Hack zu übernehmen, damit alle Produkte für die nächsten 24 Stunden gratis sind (natürlich nur für PoC und LGBTQ Leute). Die alte ist natürlich ein ABSOLUTES Model und sie ist Schwarze.

    Sie gehen zur Party und die Alte sieht absolut unglaublich geil aus, so das jeder Typ sich nach ihr umdreht und rausfinden will wer sie ist. Natürlich ist sie auch eine supergewandte Rednerin und verführt / manipuliert die Zielerperson so, dass sie an seinen Securitycode oder was auch immer rankommt. Als dann später alles schiefgeht und die Polizei kommt, ballert die Tussi mit einem Sturmgewehr alle nieder und schaft es einen 150 Kilo Bodybuilder mit Karatmoves niederzuschlagen, weil sie natürlich da einen schwarzen Gürtel hat.

    Ach und Lesbisch ist sie auch noch. Und warum ist sie Hackerin? Weil sie das Patriarchat von innen heraus zerstören möchte und es für sie durch den Kampf gegen 'Rassismus' notwendig war sowas zu lernen.

    Was für eine Welt, dass man solche lächerlichen Story-Archetype als Meta-Konstruktion darstellen kann.

    So wie du es beschreibst, stelle ich mir die neue Serie Ironheart auf Disney+ vor; ein Produktionsrelikt aus wokeren Zeiten:

    Zitat:
    Dominique Thorne as Riri Williams / Ironheart:
    An MIT student and genius inventor from Chicago who created a suit of armor like the one built by Tony Stark / Iron Man.[4] Thorne explained that Ironheart would give a "deeper dive" into Riri after the character was previewed in the Marvel Cinematic Universe (MCU) film Black Panther: Wakanda Forever (2022), saying the series helps explain her background and upbringing that made her the person seen in Wakanda Forever, as well as dealing with the events of that film and how they change her outlook on being Ironheart.[5] She read Ironheart comic books by Brian Michael Bendis and Eve Ewing to help understand the character's relationship with her father.[6] Executive producer Sev Ohanian said Riri would be going down a "break[ing] bad" path, similar to the antiheroes Walter White from the Breaking Bad franchise and Tony Soprano from the television series The Sopranos (1999–2007).[7] Alyse Elna Lewis portrays a young Riri.[8]

    Antihelden-Plotline wäre ja sogar noch ein wenig interessant.
    Aber trotzdem: Totales PoC-Teenager-Genius, das gegen widrige Umstände klarkommen muss.

    Was Tony Stark als Genie interessant gemacht hat, waren seine menschlichen Charakterschwächen - und generell seine Mankos. Er war genial, aber auch ein menschliches Wrack mit Traumata auf einem Redemption-Arc. Und er hat seinen Suit ständig verbessert und weiterentwickelt. Gerade der erste Film hat das schön plastisch dargestellt.

  • #4952 MilchschnittenConnoisseur 11 Juli 2025, 15:36

    Zitat von: bauzi

    Ghostbusters 2016 (das war die Ursünde)

    Get Out (eigentlich als Horror-Film ganz okay, aber trotzdem viel zu überhyped wegen rAsSiSmUs-Gesellschaftskritik)

    Star Wars: The Last Jedi und The Rise of Skywalker

    Terminator: Dark Fate (den hatte ich im Kino geschaut - Jonge, was für eine Scheiße mit dem T-800, der sich jetzt Carl nennt und ein Gewissen hat und ein GARDINENGESCHÄFT)

    Men - Was dich sucht, wird dich finden (Männer bööööse)

    She-Hulk: Attorney at Law (Serie, aber egal)

    Captain Marvel + Nachfolger

    The Matrix Resurrections (Das hat mir persönlich wehgetan)

    Barbie

    The 355 (typische Netflix-Scheiße mit Agentinnen gegen inkompetente männliche Gegenspieler)

    Enola Holmes (wieder Netflix)

    The Woman King (ahahahaha)

    Indiana Jones und das Rad des Schicksals (Dekonstruierung einer beliebten popkulturellen Figur. Warum war das Box-Office nur scheiße?)

    Die letzten Pixar-Animationsfilme, die keine Fortsetzungen sind (Elemental, Lightyear, Elio - komischerweise auch utopisch schlechtes Box-Office)

    Disneys degenierte Live Action Remakes (Schneewittchen, Ariel usw.)

    Edit: Sinners noch, wobei der Film tatsächlich originell und gut ist aber von Ryan Coogler, der tendenziell Black-Power-Komplexe hat bei seinen Werken



    Und es geht weiter und weiter...
    Der Zeitgeist hat sich ein bisschen gewandelt, doch es wird sicherlich nicht ganz aufhören.
    Die Liste lässt sich beliebig weiterführen

    220.png

    Der gute Sidecut immer dabei

    GVdXdSQWQAAgS3G.jpg


    Dazu in der Serie noch sehr androgyner körperbau



    🤣

  • #4953 Leonidas ☑ 11 Juli 2025, 15:43

  • #4954 Haksch 11 Juli 2025, 15:48

    Zitat von: bauzi

    Was für eine Welt, dass man solche lächerlichen Story-Archetype als Meta-Konstruktion darstellen kann.

    So wie du es beschreibst, stelle ich mir die neue Serie Ironheart auf Disney+ vor; ein Produktionsrelikt aus wokeren Zeiten:



    Antihelden-Plotline wäre ja sogar noch ein wenig interessant.
    Aber trotzdem: Totales PoC-Teenager-Genius, das gegen widrige Umstände klarkommen muss.

    Was Tony Stark als Genie interessant gemacht hat, waren seine menschlichen Charakterschwächen - und generell seine Mankos. Er war genial, aber auch ein menschliches Wrack mit Traumata auf einem Redemption-Arc. Und er hat seinen Suit ständig verbessert und weiterentwickelt. Gerade der erste Film hat das schön plastisch dargestellt.

    Ja ist auch so ein Ding von Disney und Marvel, dass jetzt irgendwie alle jungen MÄDELS plötzlich voll die Genies sind. Gab ja in dem einen Doctor Strange Film auch eine die irgendwie einen Fusionsreaktor oder sowas im Keller gebaut hat. Jetzt halt die schwarze Teenagerin die eben mal einen Ironmananzug nachbaut. Haja, funktioniert natürlich. Aweng Schrott von der Müllkippe, ein Toaster und ein GameBoy und schon kann das Ugabunga Mädel da einen Cybersuit zusammenbasteln die Tony Stark und seine Milliarden alt aussehen lässt. So eine Scheiße ey.
    Zitat von: MilchschnittenConnoisseur


    🤣


    Als geschichtsinteressierter Mensch und Römerfan hat mich die Kleopatrascheiße ordentlich mett gemacht. Aber natürlich klar, das antike Ägypten war so bunt wie L. A. heute, und alle hatten sich lieb und Rassismus gabs nicht. Und natürlich waren die GRIECHEN die damals Ägypten regiert haben ALLE schwarz. Und Kleopatra war nicht nur eine gute Politikerin die ihre Reize ausgenutzt hat um Männer zu manipulieren, NEIN sie war auch eine KÄMPFERIN und eine GELEHRTE, und sie hat dem dummen Cäsar geholfen den Julianischen Kalender zu entwicklen! Was für eine Braut, Alter!

    Und natürlich ist Mark Anthony eine weinerliche Witzfigur der nur säuft und sich an die starke, mächtige Kleopatra klammert. Und Augustus, der erste (und größte) Imperator Roms ist ein kurzgewachsener Rassist mit Kreischstimme der Kleopatra und ihre Kinder as Mongoliden bezeichnet.

    Gott ey, da könnte ich mich aufregen. Kein Wunder das die Scheiße genau wie Women Kangs von Will Smith's gestörter Frau produziert wurde.

  • #4955 Haksch 11 Juli 2025, 15:51

    Zitat von: Leonidas ☑



    Ja mein Gott ey! Es gab auch schwarze Vikinger, Schweinchen Schlau, die sind dann später halt Marshals geworden! Wo ist dein Problem du Rassistennaziarschlochschwein!?

  • #4956 MilchschnittenConnoisseur 11 Juli 2025, 15:52

    We wuz VikangZ heißt es ja nicht umsonst

  • #4957 Haksch 11 Juli 2025, 16:05

    Auch geil wie man direkt wieder Kommentare sieht, die das ja gar nicht so schlimm finden. Denn früher haben sich ja weiße Theaterdarsteller das Gesicht schwargefärbt wenn sie Othello gespielt haben!

    Also weil es früher Zeugs gab was nicht okay war / ist, darf das heute die Gegenseite auch. Das ist ja DAS Argument bei JEDER Rassistischen Diskussion. 'Öhhhhh die Weißen warn früher voll böse zu den ganzen Schwarzen, deswegen dürfen die Schwarzen jetzt böse zurück sein!' Es ist nichts anderes als absolut kernbehindert, und dass einzige was es bewirkt, ist dass mehr und mehr Leute keinen Bock mehr auf die haben, ich eingeschlossen.

  • #4958 Karl Klammer 11 Juli 2025, 16:12

    Einzige als böse diffamierte Sache, die mal wieder richdich nais wär, ist Hitler.

  • #4959 Haksch 11 Juli 2025, 16:21

    Zitat von: Pastor Steven Qu4nderson

    Einzige als böse diffamierte Sache, die mal wieder richdich nais wär, ist Hitler.
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  • #4960 Karl Klammer 11 Juli 2025, 16:32

    Zitat von: Haksch

    Ja mein Gott ey! Es gab auch schwarze Vikinger, Schweinchen Schlau, die sind dann später halt Marshals geworden! Wo ist dein Problem du Rassistennaziarschlochschwein!?
    Nur, dass die Afrikaner sich heute noch so benehmen, wie die Wikinger vor 1000 Jahren.

    Dieser Beitrag wurde von Karl Klammer am 11.07.2025 17:50:08 bearbeitet.