Zitat von: Lyoner
Wenn ihr die Chance habt den Formel 1 Film auf IMAX zu sehen, dann tut das
Zitat von: Lyoner
Zitat von: Pensident
Formel 1 ist doch eines der langweiligsten Dinge überhaupt. Jemand hat es geschafft, daraus eine filmreife Story zu spinnen und es ist nicht die Michael Schumacher-Story?
Zitat von: Lyoner
Zitat von: Dipsy
ist nicht mal die story ansich, die is nix aufregend neues, aber sie schaffen es auch für nicht formel1 fans den spannungsbogen von anfang bis ende hoch zu halten. dazu die bilder und die hervorragend eingefangene stimmung. unerwartet ein ganz grosser film
Irgendwas hatte mir die Infos in den Kopf gesetzt, dass Milchbubi Tom Holland Superman spielen sollte.
Weiß nit mehr woher das wahr, aber die Vorstellung war einfach utopisch und es ist besser, dass es nicht so gekommen ist.
Kämpft mit der US-Einwanderungspolitik
Glaubt ihr bei uns würde er mit Bürgergeldanträgen und düsi kämpfn?
Zitat von: Lyoner
Zitat von: Dipsy
Zitat von: MilchschnittenConnoisseur
Ich habe 28 Years Later und F1 im Kino geschaut.
Erstmal zur Kritik zu 28 Years Later:
Der Film hat bei mir einen ziemlich ambivalenten Eindruck hinterlassen. Die erste Hälfte fand ich ziemlich stark - besonders die Szenen, in denen der Vater mit seinem Sohn Spike zum ersten Mal von der abgeschotteten Inselgemeinschaft aufs Festland geht, um dort zu scavengen. Auch die Darstellung dieser Dorfgemeinschaft auf der Insel, die zwar unbehelligt von den Zombies lebt, aber gleichzeitig komplett vom Rest Europas isoliert ist (wegen der Quarantäne-Zone), fand ich interessant. Insgesamt ein mild faszinierendes Szenario - dass sich die Welt eben nicht komplett in den Abgrund gestürzt hat, sondern "nur" Großbritannien betroffen ist (Britisches-Kalifat-Witze sind angebracht). Der Rest der Welt lebt weiter, während auf der Insel die Zeit stehen geblieben ist, fast wie in einer Zeitkapsel. Gleichzeitig gibt es dort keinen Kontakt zur Außenwelt mehr, weil alles hermetisch abgeriegelt wurde von der NATO. Einerseits ein spannender Ansatz, andererseits auch irgendwie unlogisch - es sei denn, da kommt in den nächsten Teilen noch eine Erklärung. Trotzdem macht genau das den Film auch sehr britisch, weil der Fokus eben voll und ganz dort liegt - und genau so solls ja auch sein.
Achtung, Spoiler:
In der zweiten Hälfte ändert sich die Stimmung ziemlich seltsam, als Spike seine kranke Mutter auf die Insel bringt, um einen exzentrischen Arzt aufzusuchen - weil es sonst einfach keine Ärzte mehr gibt. Die Mutter hilft dann einer Zombie-Frau bei der Geburt eines nicht infizierten Babys (die Wunder der Plazenta? lul). Auch die Einführung von "Alpha-Infizierten", die hohe Intelligenz und übermenschliche Stärke besitzen, ist fragwürdig - das lässt den Film eher wie einen generischen Zombie-Streifen wirken.
Ein großer Teil der zweiten Hälfte fühlt sich dann fast wie eine Werbung für Sterbehilfe an - mit dem Arzt und seinem eigens errichteten Schädeltempel oder Heiligtum. Passt irgendwie zur Verabschiedung des neuen britischen Sterbehilfegesetzes. Wie ihr euch denken könnt: Der Arzt konnte die Mutter nicht retten. Aber helfen durch einen sanften Tod. Sie hatte wohl unheilbaren Krebs.
Wäre auch in Ordnung gewesen, wenn der Film danach noch ein substanzielles Kapitel gehabt hätte. 28 Years ist aber extrem kurz.
Am Ende tauchen dann irgendwelche Jimmy-Savile-/Pikey-Verschnitte auf, um Spike zu "retten". Aber wie schon vorher durch Graffiti und diverse Hinweise angedeutet wurde - und durch die Savile-Aufmachung dieser Leute - scheint das eine fanatische und gefährliche Sekte zu sein. Die letzte Kampfszene mit diesen Gestalten war schon ziemlich schräg.
Und dann natürlich noch der klassische Trope: Spike wird etwa fünf Mal im allerletzten Moment gerettet. Junge, pls.
Edit: Habe übrigens schon lange nicht mehr so einen weißen Film gesehen.
Zu F1:
Ich schaue Formel 1 nicht und bekomme wenig mit. Nur die Rennfahrer vom Hörensagen und von Bildern. Früher haben mein Opa und meine Eltern das immer auf RTL geschaut. Ist ja jetzt kaum noch im Free-TV.
Demungeachtet ist das ein solider Sommer-Flick. Unglaublich hochwertig produziert, mit teilweise vor Ort aufgenommenen Szenen bei den Grand Prixs - mit den echten Rennfahrern im Film. Das muss ein logistischer Megaaufwand gewesen sein, das dann so nahtlos in den Film einzubinden. Generell ist der Film super hochwertig, was Sets und den Technology-Porn angeht. Auch wenn sie z.B. diese Hightech-Windkanäle oder die Rahmenbedingungen der Boxengasse zeigen, oder die Wagen-Spezifikationen mit dem ganzen Fachjargon - Formel 1 wirkt da sehr klinisch und superdetailliert. Ist aber alles drin und spricht dann schon ziemlich direkt die gleich von mir genannte Zielgruppe an.
Brad Pitt spielt einen abgehalfterten, alten F1-Rennfahrer mit Traumata durch einen Crash, der ihn schwer verletzt hatte - körperlich, aber auch seelisch. Das hat seine Karriere beendet, und deswegen fährt er bei vielen verschiedenen Rennsportarten mit - durchaus erfolgreich. Von außen ist er ein draufgängerischer Macho, aber kein Huso und ein richtig guter Freund, als sein ehemaliger Teamkollege Ruben (gespielt von Javier Bardem) ihn um Hilfe bittet, seinen Rennstall mit einem Sieg in der Saison zu retten.
Die Freundschaft zwischen den beiden im Film ist wirklich angenehm. Grundsolide, mit neckischen Späßen, aber generell einem tiefen Respekt voreinander. Keine neuinterpretierte Männerfreundschaft, wie Frauen sich das vorstellen, wo man Schwächen auf hurensohnhaftigste Art zeigen muss, um toxische Männlichkeit zu reduzieren.
Sein junger, übereifriger schwarzer Teamkollege - mit dem Swagger eines afroamerikanischen Teenagers in der Bronx - sieht ihn erst als Konkurrenz und gerät mit ihm aneinander, zeigt aber auch Tiefe im Verlauf des Films, weil sich seine eigenen Komplexe bezüglich seiner Karriere zeigen, und weil er auch beeindruckt ist von Brad Pitt und seiner Arbeitseinstellung. Sie werden wirklich zu Teampartnern. Das haben sie auch gut hingekriegt. Kein hurensohnhaftiges Degradieren des Protagonisten als abgehalfterte Nebenfigur, sondern Charakterreife und Entwicklung, die angemessen ist.
Die Rennszenen sind generell sehr spannend und mit vielen Rückschlägen verbunden. Kein sofortiges Dominieren, sondern man ist immer der Underdog gegen die überwältigende Konkurrenz. Ziel ist auch nicht der Gewinn der Saison, sondern das Überleben des Rennstalls.
Wenig Frauenrollen, aber die, die vorkommen, sind keine unausstehlichen Arschlöcher, die das Patriarchat bekämpfen, sondern Frauen, die sich selbst beweisen wollen.
Und zur Zielgruppe: Einfach verfickt nochmal Männer, die sich nach dem Film gut fühlen möchten. Kein Film, der versucht, es allen irgendwie recht zu machen - und es damit keinem recht macht. Technology-Porn und stoische Männerideale, die ihre Probleme haben, aber auch auf ihre Weise damit umgehen - ohne dass das als falsch dargestellt wird. Und halt keine "dekonstruierten" Legacy-Charaktere, die Platz machen für junge, dynamische, queere, schwarze Counterparts.
Schau lieber Tage des Donners mit der geilen Nicole Kidman der geilen.
Zitat von: bauzi
Zitat von: rauchmeddler
Zitat von: bauzi
Zitat von: rauchmeddler
Zitat von: rauchmeddler