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Arbeiten und Lohnsklaverei

  • #5701 Aktivkohle 23 Nov. 2024, 19:18

    Zitat von: Hagestolz

    Gerade größere Abteilungsrunde mit über 100 Mitarbeitern.
    Erfahre, dass 2 Fodsern, die mit mir angefangen vor paar Jahren haben, jetzt schon das 2. Mal in Elternzeit gehen. Waren zwischendurch für paar Monate in Teilzeit zum "arbeiten" da.

    - Sei Fodser
    - Arbeite in Billigklitsche
    - Werde Schwanger
    - Wechsle schnell den Arbeitgeber, bevor jemand sieht, dass du schwanger bist
    - "arbeite" paar Monate bei neuem, großen Arbeitgeber
    - wirf mehrere Blagen und fall de Facto erst mal für mehrere Jahre aus
    - sahne Kohle ab
    - Alle Mett, weil Vollzeitstelle jahrelang durch Fodser blockiert wird und Mehrarbeiten für alle anstehen, weil niemand für Fodser eingestellt wird

    Fazit: Scheißfodsen!

    Edit: Als Strafe habe ich jetzt ersma auf Autopilot geschaltet und war Kühlmittelflüssigkeit am Audo der wo fährt ablassen. Scheiß Fodsen.
    Jonge, wegen ner Scheißfodse hab ich letztens auch die Firma gewechselt. Die Alte ist 30 (also ähnlich alt), Administrationsassistentin (also bisschen Buchaltung, Einkauf, bisschen von allem) und war schon zweimal in Elternzeit. Die war so lang in Elternzeit, dass ich sie nicht einmal in 4 Jahren dort gesehen habe.

    Dieses Jahr gegen April kam die halt wieder aus Elternzeit in Teilzeit (22h) wieder rein und bekam komplette Vollausstattung mit neuem PC, Laptop alles ihrer Wahl, etc. etc. Ich hab dafür nen Arbeits-PC aus 2012, den mein Vor-Vorgägner seinerzeit neu bekam.
    Die Alte durfte sogar einmal pro Woche Homeoffice machen und hatte echte Gleitzeit. Meine Abteilung hat ne feste Kernarbeitszeit (09:00-11:30/13:30-15:30) obwohl von uns erwartet wurde mindestens bis 17:30 da zu sein, weil der Abteilungsleiter erst immer ab 13 Uhr im Büro ankam.

    Ja und dieses Jahr zum jährlichen Mitarbeitergesprächim Mai hatte ich halt gemeint, dass ich auch gern in Teilzeit (24h) gehen würde um mal nen Masterstudium zu machen. Da ging der Abteilungsleiter raus und kam 2-3 Minuten später mitm höchsten Chef an und die fingen an mich vollzulabern von wegen "Ja, Junge Aktivkohle du bist der einzige der Zähne weißer machen kann! Keiner sonst kennt sich in dem Bereich aus!" (Kleiner Witz am Rande lel) und leeres Gelaber von wegen, dass dann 6 Millionen Projekte in Gefahr wären.

    Gegen Ende des Monats hab ich dann gekündigt mit der Begründung, dass man mir auf Eigenbedarf die Wohnung gekündigt hätte und ich keinen Bock mehr hab was in der Einöde hier zu suchen.
    Danach saßen dem Abteilungsleiter und dem höchsten Chef der Arbeitspulli richtig eng. Die haben meine Stelle immernoch nicht nachbesetzt lel.

  • #5702 Gelöschtes Mitglied 3185 23 Nov. 2024, 19:24

    Zitat von: Hagestolz

    Im Staatsdienst hat man vor 40 Jahren definitiv weniger gearbeitet im Schnitt.
    Was ja auch klar ist. es gab auch irgendwann mal "Nur" 5.000 bauvorschriften, heute sinds derer über 20k.

    Ist natürlich klar, dass diejeniche, die wo nur existieren um andere mit papierkram zu belästigen, heute mehr zeit verbrennen auf der arbeit ( ob das arbeiten ist, wenn das ergebnis bei erfolg der arbeit ein haufen ineffizienter scheiße ist, das überlass ich den philosophen) als früher.

    Der Sand streut sich nicht von selbst ins Konjunktur-Getriebe.
    Zitat von: Hagestolz
    Rauchen, Alkohol und Feste sowie Verbeamtungen waren früher normal. Jeder kann sich denken, was die Kombo an Arbeitseffizienz hergibt. Aber Pauschalisieren ist eh sehr schwer. Klinikärzte, zählste nicht auf, sind die geficktesten Berufe.
    Naja, wenn du im büro rauchen darfst, kannste beim arbeiten quarzen. luft ist dann scheiße, aber der "ArBeItsZeItBeTrUg" findet halt nicht statt.
    alkohol auf arbeit halt kritisch....
    jutischwierig
    Zitat von: Hagestolz
    Und kaputtgesparte Ämter gibt es auch mehr als genug. Früher war Hans der Postmann noch verbeamtet
    was ja nicht schlimm ist.
    Zitat von: Hagestolz
    und hat während seiner Arbeitszeit aufm Land die Frauen der berufstätigen Männer gevögelt.
    dann bums deine alte halt richtig.
    Zitat von: Hagestolz
    Was halt gefühlt zugenommen hat, ist dieser ganze sinnlose Verwaltungswasserkopf, der sich mit sich selber beschäftigt und gegenseitig in Bürokratie erstickt, während wenige die richtige Arbeit machen.
    Ja. Das ist eskaliert. Papierkram, irgendwelche nachweise oder scheine zum umgang mit papierkram. da ist ja noch eine halbe scheinindustrie(lel) draus gewachsen, die einfach unnötig ist. diese fachkräfte könnten halt auch richtige arbeit erledigen, anstatt diejenichen die richtige arbeit machen auszubremsen.

    ist komischerweise rapide degeneriert, seid diese boomer-generation altersmäßig in entsprechende positionen kam + fortschreitender linker marsch durch die institutionen.

    schlägst halt die hände übern kopf zusammen.

    anekdotische evidenz:

    4stunden (!) online-lehrgang über Lebensmittelhygiene und Kühlkette. Wenn du 450€ nebenjob kassierer bist.
    Klar muss ich wissen. muss der arbeitgeber bezahlen diese zeit.

    nutzen? keiner.

    "vor dem klo und nach dem essen, hände waschen nicht vergessen" - tut seinen job genauso effektiv.


    Zitat von: Hagestolz
    Aber auch das ist wieder eine zu pauschale Aussage.
    Nein.

  • #5703 Karl Klammer 24 Nov. 2024, 12:12

    1732446506725933.jpg

  • #5704 Ness 24 Nov. 2024, 12:28

    Zitat von: Abschiebehauptmeister

    1732446506725933.jpg

    Chrm chrm.

  • #5705 Karl Klammer 24 Nov. 2024, 12:38

    Schöne neue Welt

  • #5706 Schlafzimmer Mobber 24 Nov. 2024, 12:39

    Zitat von: Ness

    Chrm chrm.


    Kein Problem. Die können einfach als Amazon-Paketboten weiter arbeiten und hustlen

  • #5707 Karl Klammer 24 Nov. 2024, 12:48

    Besteht der globale Wirtschaftskreislauf bald nur noch aus KI Firmen und Bürgergeld?

  • #5708 Gelöschtes Mitglied 3185 24 Nov. 2024, 13:48

    Zitat von: Ness

    Chrm chrm.


    gut, das ist in dem fall nur konsequent.

    die clickbait-artikel werden doch auch nurnoch von KI ausgeschissen.

  • #5709 Quasimodo 24 Nov. 2024, 14:48

    Zitat von: Abschiebehauptmeister

    1732446506725933.jpg
    Braucht man halt an Tschob der sich nicht an Klickzahlen oder produzierten Akten messen lässt.

    Verbeamtung (und allgemein Beschäftigung im öD oder in großen Unternehmen die quasi wie der öD organisiert sind) ist übrigens genauso ein Produktionshemmnis @Seva. Man ergoogle sich mal die Tragik der Allmende. Wem es um nichts geht, der bewirtschaftet seine Güter nicht effizient und lebt tendenziell auf Kosten der anderen. Natürlich gibt es hier und da den ein oder anderen Idealisten, aber die Effizienz auch dieser Leistungsträger wird niemals an solche in der freien Wirtschaft heranreichen, welche tatsächlich ein Eigeninteresse an der Dienstleistung haben, die sie erbringen. Das Problem findet sich in so vielen Formen, kannste übrigens auch auf die Demokratie (z.B. hinsichtlich Wahlperioden oder Verschuldung künftiger Generationen). Und die Mehrzahl der Beamten und quasi-Beamten lernt schnell, dass Eigeninitiative meistens keine Vorteile bringt (außerhalb von Karrieristen, die aber im öD durch Laufbahnen und Qualifikationserfordernisse zusätzlich erschwert sind), richtet sich dann im bequemen Faulenzen in der Amtsstube ein und leistet nur soviel damit er keinen Ärger bekommt wegen Arbeitsverweigerung, oder für die pflichtbewussten, damit ihr Arbeitsanfall eben leidlich bewerkstelligt wird. Türmen sich dagegen die Akten und Verfahren, dann haben meistens auch die potentiellen Highperformer wie Richter, Staatsanwälte, Bereichsleiter, Verwaltungsjuristen etc. schnell resigniert und machen Dienst nach Vorschrift. Kurz um, die Organisation des deutschen Staates im Speziellen, sowie das Wesen des Staates und seiner Beamten als solche sorgen dafür, dass die Effektivität niemals insgesamt positiv werden kann. Die Kehrseite ist dann noch die Steuerfinanzierung, das heißt die Beamten liefern nicht nur ineffiziente, durch staatsimmanente Regelungen (z.B. Doppik) unnötig verkomplizierte Arbeit, sondern durch die sie tragende Besteuerung wird gleichzeitig der effektiv Werte schaffenden Privatwirtschaft Kapital entzogen, womit diese zusätzlich geschwächt werden. Die effektiven Unternehmen und Arbeitnehmer die die Gesellschaft finanzieren, haben also unter dem Staat und seinen Beamten in zwei Hinsichten zu leiden.

  • #5710 darth_rehcoog 24 Nov. 2024, 14:51

    Miauz genau

  • #5711 Gelöschtes Mitglied 3185 24 Nov. 2024, 14:55

    Zitat von: Quasimodo

    Braucht man halt an Tschob der sich nicht an Klickzahlen oder produzierten Akten messen lässt.

    Verbeamtung (und allgemein Beschäftigung im öD oder in großen Unternehmen die quasi wie der öD organisiert sind) ist übrigens genauso ein Produktionshemmnis @Seva. Man ergoogle sich mal die Tragik der Allmende. Wem es um nichts geht, der bewirtschaftet seine Güter nicht effizient und lebt tendenziell auf Kosten der anderen. Natürlich gibt es hier und da den ein oder anderen Idealisten, aber die Effizienz auch dieser Leistungsträger wird niemals an solche in der freien Wirtschaft heranreichen, welche tatsächlich ein Eigeninteresse an der Dienstleistung haben, die sie erbringen. Das Problem findet sich in so vielen Formen, kannste übrigens auch auf die Demokratie (z.B. hinsichtlich Wahlperioden oder Verschuldung künftiger Generationen). Und die Mehrzahl der Beamten und quasi-Beamten lernt schnell, dass Eigeninitiative meistens keine Vorteile bringt (außerhalb von Karrieristen, die aber im öD durch Laufbahnen und Qualifikationserfordernisse zusätzlich erschwert sind), richtet sich dann im bequemen Faulenzen in der Amtsstube ein und leistet nur soviel damit er keinen Ärger bekommt wegen Arbeitsverweigerung, oder für die pflichtbewussten, damit ihr Arbeitsanfall eben leidlich bewerkstelligt wird. Türmen sich dagegen die Akten und Verfahren, dann haben meistens auch die potentiellen Highperformer wie Richter, Staatsanwälte, Bereichsleiter, Verwaltungsjuristen etc. schnell resigniert und machen Dienst nach Vorschrift. Kurz um, die Organisation des deutschen Staates im Speziellen, sowie das Wesen des Staates und seiner Beamten als solche sorgen dafür, dass die Effektivität niemals insgesamt positiv werden kann. Die Kehrseite ist dann noch die Steuerfinanzierung, das heißt die Beamten liefern nicht nur ineffiziente, durch staatsimmanente Regelungen (z.B. Doppik) unnötig verkomplizierte Arbeit, sondern durch die sie tragende Besteuerung wird gleichzeitig der effektiv Werte schaffenden Privatwirtschaft Kapital entzogen, womit diese zusätzlich geschwächt werden. Die effektiven Unternehmen und Arbeitnehmer die die Gesellschaft finanzieren, haben also unter dem Staat und seinen Beamten in zwei Hinsichten zu leiden.
    ja natürlich ist das teil der problematik.
    sehe ich aber hinsichtlich der öD-ähnlichkeit bei groußen Unternehmen.

    Der staat wird nie ein wirklich attraktiver und gehaltstechnisch ebenbürtiger wettbewerber zur freien wirtschaft sein.
    das problem ist hier wirklich die organisation und der bürokratiewucher, nicht die verbeamtung.

  • #5712 Quasimodo 24 Nov. 2024, 15:22

    Zitat von: Seva

    ja natürlich ist das teil der problematik.
    sehe ich aber hinsichtlich der öD-ähnlichkeit bei groußen Unternehmen.

    Der staat wird nie ein wirklich attraktiver und gehaltstechnisch ebenbürtiger wettbewerber zur freien wirtschaft sein.
    das problem ist hier wirklich die organisation und der bürokratiewucher, nicht die verbeamtung.
    Im Moment ist der öD ziemlich attraktiv. Beispiel für Juristen. Gehst du zum Staat als Richter oder Staatsanwalt steigst du mit A13 ein, das sind 3200-3500 netto Einstiegsgehalt (KK schon rausgerechnet) und wird dann mehr. Das für 40-41 Stunden Arbeit. Da musst als angestellter Anwalt schon in ne BIG4, Boutique oder Großkanzlei gehen um mehr zu verdienen. Klar kannst als selbstständiger Anwalt 200-300k Umsatz machen, aber rechnet man alles raus an Ausgaben die man braucht, Steuern etc. und dann auf die Netto-Arbeitszeit runter, die bei der Anwaltstätigkeit meistens deutlich höher ist, gibt es vermutlich nur wenige die mehr verdienen, gerade die die sich lieber auf 40 Stunden beschränken wollen anstatt auf der Arbeit zu leben. Für Arbeitnehmer ist der Staat attraktiv wie lange nicht.

    Aber auch für die niedriger eingestuften Verwaltungsangestellten lohnt es sich, verglichen mit sonstigen Bürojobs.

    Wo es nicht so attraktiv ist, sind die technischen Berufe wie Ingenieure und Architekten, die werden mit E11-E13 abgespeist (E13-14 meistens nur in Führungspositionen für die man jahrelange Berufserfahrung braucht). Verbeamtung ist da noch seltener (die gehen auch insgesamt zurück, aus Gründen der angespannten Haushaltslage). Da verdienst du in der freien Wirtschaft wirklich mehr und die Stellen sind dann entsprechend schwer zu besetzen. Liegt vor allem an der geringen Lobby der technischen Berufe beim Staat. Wo jeder Digitalisierungs-, Gleichstellungs- oder sonstiger Beauftragte schon in der 13 landet, stimmt das Verhältnis dann einfach nicht mehr. Trotzdem sind die Arbeitsbedingungen dort aber natürlich auch gut, und so füllen sich die Stellen dann mit Halbtags-Müttern oder Absolventen die auf den entspannteren Alltag schielen und dann irgendwann mal auf die guten Besoldungen aufrücken wollen.

  • #5713 King Belau 24 Nov. 2024, 17:52

    Zitat von: Quasimodo

    Im Moment ist der öD ziemlich attraktiv. Beispiel für Juristen. Gehst du zum Staat als Richter oder Staatsanwalt steigst du mit A13 ein, das sind 3200-3500 netto Einstiegsgehalt (KK schon rausgerechnet) und wird dann mehr. Das für 40-41 Stunden Arbeit. Da musst als angestellter Anwalt schon in ne BIG4, Boutique oder Großkanzlei gehen um mehr zu verdienen. Klar kannst als selbstständiger Anwalt 200-300k Umsatz machen, aber rechnet man alles raus an Ausgaben die man braucht, Steuern etc. und dann auf die Netto-Arbeitszeit runter, die bei der Anwaltstätigkeit meistens deutlich höher ist, gibt es vermutlich nur wenige die mehr verdienen, gerade die die sich lieber auf 40 Stunden beschränken wollen anstatt auf der Arbeit zu leben. Für Arbeitnehmer ist der Staat attraktiv wie lange nicht.

    Aber auch für die niedriger eingestuften Verwaltungsangestellten lohnt es sich, verglichen mit sonstigen Bürojobs.

    Wo es nicht so attraktiv ist, sind die technischen Berufe wie Ingenieure und Architekten, die werden mit E11-E13 abgespeist (E13-14 meistens nur in Führungspositionen für die man jahrelange Berufserfahrung braucht). Verbeamtung ist da noch seltener (die gehen auch insgesamt zurück, aus Gründen der angespannten Haushaltslage). Da verdienst du in der freien Wirtschaft wirklich mehr und die Stellen sind dann entsprechend schwer zu besetzen. Liegt vor allem an der geringen Lobby der technischen Berufe beim Staat. Wo jeder Digitalisierungs-, Gleichstellungs- oder sonstiger Beauftragte schon in der 13 landet, stimmt das Verhältnis dann einfach nicht mehr. Trotzdem sind die Arbeitsbedingungen dort aber natürlich auch gut, und so füllen sich die Stellen dann mit Halbtags-Müttern oder Absolventen die auf den entspannteren Alltag schielen und dann irgendwann mal auf die guten Besoldungen aufrücken wollen.
    Ich habe gerade keinen Bock auf meinen aktuellen AG mehr weil mir da alles auf den Sack geht. Hätte nichts dagegen im ÖD zu chillen. gehaltstechnisch ist das in der IT und in Führungspositionen bodenlos. Die müssten einen halbwegs guten ITler in E15 eingrupppieren damit es sich ansatzweise für die lohnt. Unter 90k steht da keiner morgens auf. Da muss man im ÖD schon eine Behörde leiten und dafür nehmen die bestimmt lieber leute von intern oder mit der richtigen Parteizugehörigkeit.

    IT Stellen sind da meist nur mit E11 oder so ausgeschrieben, denken die ernsthaft dass die für die Löhne gute Leute bekommen? Mag im Osten oder irgendwo auf dem Land vielleicht noch ok sein, aber in jeder größeren Stadt geht alleine ~1.000€ schonmal für Miete drauf.

    Dieser Beitrag wurde von King Belau am 24.11.2024 18:02:53 bearbeitet.
  • #5714 Quasimodo 24 Nov. 2024, 18:27

    Zitat von: King Belau

    Ich habe gerade keinen Bock auf meinen aktuellen AG mehr weil mir da alles auf den Sack geht. Hätte nichts dagegen im ÖD zu chillen. gehaltstechnisch ist das in der IT und in Führungspositionen bodenlos. Die müssten einen halbwegs guten ITler in E15 eingrupppieren damit es sich ansatzweise für die lohnt. Unter 90k steht da keiner morgens auf. Da muss man im ÖD schon eine Behörde leiten und dafür nehmen die bestimmt lieber leute von intern oder mit der richtigen Parteizugehörigkeit.

    IT Stellen sind da meist nur mit E11 oder so ausgeschrieben, denken die ernsthaft dass die für die Löhne gute Leute bekommen? Mag im Osten oder irgendwo auf dem Land vielleicht noch ok sein, aber in jeder größeren Stadt geht alleine ~1.000€ schonmal für Miete drauf.
    Stimmt, das ist auch ganz schön wenig. Wobei ich auch keine Ahnung habe, ob es in Behörden überhaupt anspruchsvolle IT Jobs gibt. Den User Support und ne Störungshotline zu betreiben, Bildschirme ein und auszustecken und die paar Programme wie Mail, Word, Excel etc. zu warten die es da gibt plus vielleicht Zeiterfassungssystem und Kassenführung, das wird meiner Einschätzung mal nicht vergleichbar sein mit Programmierer bei irgendwelchen Top-Unternehmen. Vielleicht am ehesten noch die Sicherheitsarchitektur, da Behörden ja mittlerweile auch meinen alles digitalisieren zu müssen, und dann ziemlich empfindlich ßind gegenüber Angriffen. Gab es letztes Jahr bei uns in RLP mal...


    Aber letztendlich hab ich von IT ungefähr so viel Ahnung wie Robert Habeck von Wirtschaft, also kann auch sein dass das Mist ist was ich erzähle, und es ist super anspruchsvoll und wäre mit A13+ erst angemessen besoldet, was die Führungskräfte, Verwaltungsjuristen, Ärzte, Richter usw. auch kriegen.

  • #5715 Kontrollgreif aufn Jens 24 Nov. 2024, 20:04

    Zitat von: Abschiebehauptmeister

    1732446506725933.jpg
    Das ist das schön an Deutschland.
    Die ganze Sache mit dem Internet, AI, Online ist in Deutschland noch absolut nicht ausgebaut und läuft nur schleppend voran. Bis sowas bei uns im großen Stile passiert, werden solche Jobs sicherlich schon von einer KI übernommen.
    In diese Richtung mache ich mir daher noch absolut keine Sorgen.

  • #5716 Gelöschtes Mitglied 3185 24 Nov. 2024, 20:05

    Zitat von: Kontrollgreif aufn Jens

    Das ist das schön an Deutschland.
    Die ganze Sache mit dem Internet, AI, Online ist in Deutschland noch absolut nicht ausgebaut und läuft nur schleppend voran. Bis sowas bei uns im großen Stile passiert, werden solche Jobs sicherlich schon von einer KI übernommen.
    In diese Richtung mache ich mir daher noch absolut keine Sorgen.
    Nein jens, denkfehler.
    Sobald dieses System in US und A fehlerfrei funktioniert ist das quasi gestern bei uns implementiert.
    Weil das geht normalen Leuten auf den Sack, da sind die direkt dahinter.

  • #5717 Karl Klammer 24 Nov. 2024, 20:10

    Zitat von: Kontrollgreif aufn Jens

    Das ist das schön an Deutschland.
    Die ganze Sache mit dem Internet, AI, Online ist in Deutschland noch absolut nicht ausgebaut und läuft nur schleppend voran. Bis sowas bei uns im großen Stile passiert, werden solche Jobs sicherlich schon von einer KI übernommen.
    In diese Richtung mache ich mir daher noch absolut keine Sorgen.
    Dann kaufen sich die deutschen Firmen eben solcherlei Dienstleistungen aus der Cloud vom Ami.

  • #5718 Claus-Henning 24 Nov. 2024, 20:19

    Zitat von: Abschiebehauptmeister

    Dann kaufen sich die deutschen Firmen eben solcherlei Dienstleistungen aus der Cloud vom Ami.
    Zwei Tage später: wir brauchen 1 eu4aiact

  • #5719 Negrosexuell 24 Nov. 2024, 20:30

    Digitales Proletariat bald aufm besten Wege. @Riggen lächelte.

  • #5720 darth_rehcoog 25 Nov. 2024, 00:47

    Zitat von: Quasimodo

    Braucht man halt an Tschob der sich nicht an Klickzahlen oder produzierten Akten messen lässt.

    Verbeamtung (und allgemein Beschäftigung im öD oder in großen Unternehmen die quasi wie der öD organisiert sind) ist übrigens genauso ein Produktionshemmnis @Seva. Man ergoogle sich mal die Tragik der Allmende. Wem es um nichts geht, der bewirtschaftet seine Güter nicht effizient und lebt tendenziell auf Kosten der anderen. Natürlich gibt es hier und da den ein oder anderen Idealisten, aber die Effizienz auch dieser Leistungsträger wird niemals an solche in der freien Wirtschaft heranreichen, welche tatsächlich ein Eigeninteresse an der Dienstleistung haben, die sie erbringen. Das Problem findet sich in so vielen Formen, kannste übrigens auch auf die Demokratie (z.B. hinsichtlich Wahlperioden oder Verschuldung künftiger Generationen). Und die Mehrzahl der Beamten und quasi-Beamten lernt schnell, dass Eigeninitiative meistens keine Vorteile bringt (außerhalb von Karrieristen, die aber im öD durch Laufbahnen und Qualifikationserfordernisse zusätzlich erschwert sind), richtet sich dann im bequemen Faulenzen in der Amtsstube ein und leistet nur soviel damit er keinen Ärger bekommt wegen Arbeitsverweigerung, oder für die pflichtbewussten, damit ihr Arbeitsanfall eben leidlich bewerkstelligt wird. Türmen sich dagegen die Akten und Verfahren, dann haben meistens auch die potentiellen Highperformer wie Richter, Staatsanwälte, Bereichsleiter, Verwaltungsjuristen etc. schnell resigniert und machen Dienst nach Vorschrift. Kurz um, die Organisation des deutschen Staates im Speziellen, sowie das Wesen des Staates und seiner Beamten als solche sorgen dafür, dass die Effektivität niemals insgesamt positiv werden kann. Die Kehrseite ist dann noch die Steuerfinanzierung, das heißt die Beamten liefern nicht nur ineffiziente, durch staatsimmanente Regelungen (z.B. Doppik) unnötig verkomplizierte Arbeit, sondern durch die sie tragende Besteuerung wird gleichzeitig der effektiv Werte schaffenden Privatwirtschaft Kapital entzogen, womit diese zusätzlich geschwächt werden. Die effektiven Unternehmen und Arbeitnehmer die die Gesellschaft finanzieren, haben also unter dem Staat und seinen Beamten in zwei Hinsichten zu leiden.
    Dir Hammse doch ins hönn jeschisschen sachma hat man dir im der Schule net beigebracht was ab§atz is oder was des gibt's doch net aller schnabb_schnap hol den bakkardi das wird ne lange nacht