Der schmusige Katzenfaden
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#12424 Traube 13 Nov. 2025, 22:44Zitat von: ostmetal
stimmt es, dass Katzen uns für größere Katzen halten?Kurz gesagt: Nein, Katzen halten Menschen nicht für „größere Katzen“.
Aber: Sie behandeln uns oft so, als wären wir eine Mischung aus Muttertier, Sozialpartner und nützlichem Ressourcenlieferanten.
Hier ist, was die Forschung dazu sagt:
1. Katzen erkennen, dass wir anders sind
Studien zeigen, dass Katzen sehr wohl unterscheiden können zwischen Artgenossen und Menschen. Ihre Kommunikation mit Menschen unterscheidet sich stark von ihrem Verhalten gegenüber anderen Katzen.
2. Aber sie nutzen vertraute Verhaltensmuster
Auch wenn sie wissen, dass wir keine Katzen sind, verwenden sie oft dieselben sozialen Signale, z. B.:
- Köpfchengeben (Bunting): Eine Begrüßung und ein Besitz-/Zuneigungszeichen.
- Schnurren: Kann Zufriedenheit, Nähe oder ein Bedürfnis ausdrücken.
- Treteln („Milchtritt“): Ein Verhalten aus der Kittenzeit, das sie bei vertrauten Menschen zeigen.
- Hochgestellter Schwanz beim Begrüßen: Ein freundliches Signal, das Katzen normalerweise gegenüber vertrauten Artgenossen und Menschen zeigen.
Diese Signale bedeuten nicht, dass wir als Katzen wahrgenommen werden, sondern dass Katzen ihre bekannten sozialen Werkzeuge auf uns anwenden.
3. Wir sind für sie teils wie „Eltern“
Da Katzen im Gegensatz zu vielen Wildkatzen eine fehlende soziale Reifung gegenüber Menschen zeigen, behalten sie einige juvenile Verhaltensweisen – ähnlich wie Hunde. Deswegen verhalten sie sich uns gegenüber oft wie Jungtiere gegenüber einer fürsorgenden Figur (z. B. Futterquelle, Schutz).
4. Beziehungen zu Menschen basieren auf Bindung
Neuere Studien (z. B. Oregon State University) zeigen, dass viele Katzen zu Menschen Bindungsmuster ähnlich wie Kleinkinder aufbauen – inklusive „sicherer Bindung“.
Fazit:
Katzen sehen uns nicht als große Katzen, aber sie kommunizieren mit uns mit denselben sozialen Signalen, die sie in ihrer eigenen Art verwenden. Für sie sind wir eher eine eigene Kategorie sozialer Partner, teils Bezugsperson, teils Kooperationspartner – und manchmal eben der große Dosenöffner.
Wenn du möchtest, kann ich dir auch erklären, wie Katzen uns wahrnehmen im Vergleich zu Hunden oder was bestimmte Verhaltensweisen genau bedeuten. -
#12425 MilchschnittenConnoisseur 14 Nov. 2025, 08:45Zitat von: rauchmeddler
Dangge für deinen Dienst, Truffels
Miautarbeiter des Monats -
Mod/RDW
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#12429 rauchmeddler 14 Nov. 2025, 13:52Meine beiden kleinen Schmuser hoide morgen beim Tierarzt abgegeben zwecks kastra- und sterilisation. Man fiebert dann ja doch aweng mit und freut sich die Viecher wohlbehalten später wieder abholen zu können



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#12432 rauchmeddler 14 Nov. 2025, 18:38Schmuser wieder da, alles gut. Torkeln durchs Haus wie ich früher als junger Kerl am Wochende uffm Woifeschd lel
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Mod/RDW
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Mod/RDW
#12435 Kenny F. Powers 15 Nov. 2025, 10:14Zitat von: Traube
Kurz gesagt: Nein, Katzen halten Menschen nicht für „größere Katzen“.Tl;dr:
Aber: Sie behandeln uns oft so, als wären wir eine Mischung aus Muttertier, Sozialpartner und nützlichem Ressourcenlieferanten.
Hier ist, was die Forschung dazu sagt:
1. Katzen erkennen, dass wir anders sind
Studien zeigen, dass Katzen sehr wohl unterscheiden können zwischen Artgenossen und Menschen. Ihre Kommunikation mit Menschen unterscheidet sich stark von ihrem Verhalten gegenüber anderen Katzen.
2. Aber sie nutzen vertraute Verhaltensmuster
Auch wenn sie wissen, dass wir keine Katzen sind, verwenden sie oft dieselben sozialen Signale, z. B.:
- Köpfchengeben (Bunting): Eine Begrüßung und ein Besitz-/Zuneigungszeichen.
- Schnurren: Kann Zufriedenheit, Nähe oder ein Bedürfnis ausdrücken.
- Treteln („Milchtritt“): Ein Verhalten aus der Kittenzeit, das sie bei vertrauten Menschen zeigen.
- Hochgestellter Schwanz beim Begrüßen: Ein freundliches Signal, das Katzen normalerweise gegenüber vertrauten Artgenossen und Menschen zeigen.
Diese Signale bedeuten nicht, dass wir als Katzen wahrgenommen werden, sondern dass Katzen ihre bekannten sozialen Werkzeuge auf uns anwenden.
3. Wir sind für sie teils wie „Eltern“
Da Katzen im Gegensatz zu vielen Wildkatzen eine fehlende soziale Reifung gegenüber Menschen zeigen, behalten sie einige juvenile Verhaltensweisen – ähnlich wie Hunde. Deswegen verhalten sie sich uns gegenüber oft wie Jungtiere gegenüber einer fürsorgenden Figur (z. B. Futterquelle, Schutz).
4. Beziehungen zu Menschen basieren auf Bindung
Neuere Studien (z. B. Oregon State University) zeigen, dass viele Katzen zu Menschen Bindungsmuster ähnlich wie Kleinkinder aufbauen – inklusive „sicherer Bindung“.
Fazit:
Katzen sehen uns nicht als große Katzen, aber sie kommunizieren mit uns mit denselben sozialen Signalen, die sie in ihrer eigenen Art verwenden. Für sie sind wir eher eine eigene Kategorie sozialer Partner, teils Bezugsperson, teils Kooperationspartner – und manchmal eben der große Dosenöffner.
Wenn du möchtest, kann ich dir auch erklären, wie Katzen uns wahrnehmen im Vergleich zu Hunden oder was bestimmte Verhaltensweisen genau bedeuten.
Katzen beste und des Menschen bester Froind -
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