Ja. Also ich habe ja mal gefragt warum Voldemort so einen Aufriss betrieben hat den Harry im vierten Band auf den Friedhof zu locken. Das verstehe ich jetzt, weil ich viel mehr über Machtpolitik verstehe mittlerweile.
Und zwar war es so: Voldemort, der ausschließlich in Stärke und Macht Dimensionen dachte, ging die ganze Zeit immer davon aus, dass Harry ein noch mächtigerer schwarzer Magier als er werden könnte. Denn so liest sich für ihn der erste Teil der Prophezeiung. Und seine Todesser folgen dem stärksten, Liebe oder Zuneigung existiert für ihn nicht. Es war "nach innen" also wirklich wichtig aus seiner Sicht, seinen Anhängern zu beweisen, dass Harry ein Nichts ist und keinesfalls mächtiger als er. Aus seinem Standpunkt aus macht das Sinn.
Dabei wäre Harry als schwarzer Magier natürlich grandios gescheitert. Es gibt im Grunde nur zwei Dinge, die ihn vom absoluten Durchschnitt unterscheiden: Er kann dank dem Voldemort-Horcrux im Kopf Parsel sprechen - eine Fähigkeit die absolut nichts bringt, es sei denn um anderen Angst einzujagen. Und er hat den besten Tarnumhang der Welt geerbt. Alles andere was er kann und tut ist, wie gesagt, kompletter Durchschnitt. Was er tatsächlich noch gut kann ist improvisieren, lol. Sich durchwurschteln. Das sind aber nicht die Fähigkeiten mit denen du eine Bande bestehend aus Figuren wie Belatrix Lestrange, Malfoy und Greyback unter Kontrolle behältst.